Guérande

guerrande port st michel 3

zurück nach St. Nazaire – La Baule

Der Plan war noch ein wenig durch die Bretagne zu radeln, aber „ja, mach nur einen Plan.“

Aber nach einer erfolglosen Hotelsuche, fand ich dank eines Bankangestellten und einem aufgeweckten Jungen noch ein Zimmer und ….

… und verlebte ein paar schöne Tage.
Der Tag, hatte eigentlich ganz schön begonnen,

 

am morgen hatte ich bei St. Nazaire  den 1.000 km gefeiert.

Dann ich der auf der ganzen Halbinsel Guérande kein Hotel  gefunden. Ich umradelte die Halbinsel mehrfach und fluchte immer mehr vor mich hin. Zum singen war immer weniger zumute.

Ich erinnerte mich an meinen finanzkundigen Freund, der mich gewarnt hatte. Die Franzosen, hatte er erklärt, dürften in diesem Jahr wenig Geld (ich meine mich an die Summe von 1.000 FF)  umtauschen und deshalb Urlaub im eigenen Land mach würden.
Und in Lignieres-de-Touraines hatte ich im Hotel ein Schweizer Ehepaar getroffen, dass darüber klagte, in der Bretagne keine Hotels gefunden zu haben und im Auto geschlafen zu haben. Mein Fahrrad war da nicht sehr hilfreich. Und ein Zelt hatte ich damals (noch) nicht mit auf Reisen.
Ich suchte die „syndicate de initiative“ und fand es nicht.

Wütend ging ich zur Bank, wollte noch mal Geld wechseln und mit dem Zug nachhause. Dem Bankangestellten gelang es, mich erst zu beruhigen, dann trotz meiner schlechten Französischkenntnisse  (sprachen wir vielleicht englisch oder gar deutsch, ich weiß es nicht) mir den Weg zum syndicate de initiative zu weisen. Er riet mir nach einem Privatzimmer zu suchen und dann erklärte auch noch, dass der nächste Bahnhof in La Baule war.

guerrande port st michel innen markiertDas syndicate de initiative  war im Porte St. Michel. Dort hatte ich es schon gesucht, es war aber innen – und zu. Gegenüber war ein kleine Bar (Cafe de la mairie, wenn ich mich recht erinnere). Dort trank ich ein Bier.
(So ganz sicher bin ich nicht, dass das Port St. Michel von innen ist, die Markierungen wären nur dann richtig)

Die Dame im syndicate de initiative war sehr nett, schaute zweifelnd, telefonierte dann und gab mir eine Adresse. Ein Junge von etwa 10 Jahren erwartete mich und wies mich ins Zimmer. Ich packte aus und machte einen Spaziergang. Wahrscheinlich trank ich meinen ersten Wein bei Chez Robert.
Als ich zurückkam, waren die Eltern da – und überrascht. Es dauerte ein Weile bis klar war, dass „le petit fils“ mit das Zimmer ohne Wissen (und spätere Information) der Eltern überlassen hatte.
Ich durfte bleiben und blieb gleich ein paar Tage. Weiterfahren wollte ich nicht mehr. Ich habe es nicht bereut.
Bei (chez) Roberte lernte ich nette Leute kennen. Einige arbeiteten in der Salzfeldern. Dann gab es noch Jean-Claude, Paul und Charlotte, die ganz mit meinen ersten (Pétanque-)Kugeln verbunden sind.

Aber das ist eine andere Geschichte, unter Chez Robert erzählt wird.

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