Ring-Fetischisten

Infos und weitere Kommentare unter Hot Spots am Bürgerpark

In den 1970ger Jahren war ich in der Politik aktiv. Ich war in Mitglied der Jungdemokraten (bzw. deren Vorgänger Sozial-Liberale Jugend) und der F.D.P.

Als sich die fdp von den Freiburger Thesen abwandte, trat ich aus der Partei aus. Ich fand sie nicht mehr liberal.

In beiden Organisationen hatte ich Vorstandsämter und war in verschiedenen Arbeitskreisen aktiv.

Bei der Sozial-Liberalen-Jugend (bzw. den Jungdemokraten) entwickelten wir ein Nahverkehrskonzept. Leider ist das Papier verschollen. Aber vieles von dem was wir damals „konzeptiert“ haben, ist heute Realität.

In der F.D.P. (und auch in anderen Parteien) gab es Leute, die These vertraten: „Ringe müssen geschlossen sein“. Wir nannten sie Ringfetischisten.

Gemeint waren die Straßenringe in und um Braunschweig.

Das waren:

Die damalige Kerntangente. Das ist der heutige City-Ring. Der alte City-Ring lag etwas weiter innen, bestand aus Einbahnstraßen und ist heute nicht mehr durchgängig zu befahren.

Der Wilhelminische Ring.

Der Tangentenring.

Bei der Kerntangente konnten wir den Bau der Konrad-Adenauer-Straße und so die Vernichtung große Teile des sog. Bahnhofspark nicht verhindern.

Beim Wilhelminischen Ring ging es um die Verlängerung des Heinrich-Büssing-Rings zur Frankfurter Straße durch den Bürgerpark.

In dieser Zeit wurde der Bau einer Tennishalle auf dem Gelände des BTHC geplant. Eigentlich hätten Jungdemokraten und Jungsozialisten dagegen sein müssten. Es gab damals einige Gespräche zwischen Mitgliedern beider Gruppen. Wenn die Halle gebaut wird, so dachten wir, hätten wir einen mächtigen Verbündeten gegen den Bürgerpark-Durchbruch.

Jetzt gibt es eine neue Anstoß, die Idee des Bürgerpark-Durchbruch als sogenannten Parkway zu realisieren. Ich hoffe, dass es auch heute genügend Leute gibt, die helfen es zu verhindern.

 

 

 

 

 

 

 

Die Braunschweiger Zeitung berichtete am 24. Februar darüber, am 27. Februar wird der Entwurf dafür im ARTMAX vorgestellt.

 

 

 

 

 

Ich hoffe, dass nicht noch mehr Ideen entstehen alte Pläne der Ring-Fetischisten zu beleben. Die Verlängerung der Tangente als Autobahn von Hamburger Straße nach Querum ist scheinbar vom Tisch. Hier wird eine Straße zur Erschließung der neuer Nordstadt geplant. Ein weiterer Ringschluss war durch Riddagshausen projektiert. Unwahrscheinlich ist es nicht, dass neue Ring-Fetischisten auch daran Gefallen finden könnten.