DDR

In die DDR zu reisen, war vor der „Wende“ nicht so einfach.

Zu meiner Bundeswehrzeit durfte ich z. B. nicht die Transitstrecke nutzen.

Einmal war ich mit Freunden mit einem Käfer in Berlin mit einer Stippvisite in Ost-Berlin (oder Berlin-Hauptstadt wie es offiziell hieß und einige meiner Freunde es immer nannten.

Einmal starteten wir eine Silvester-Reise nach Prag von Ostberlin aus.

Die „Ankündigung“ der Grenzöffnung habe ich im DDR-Fernsehen live verfolgt. Ich ging sofort in die Stadt in den Handelsweg.  Im Puttchen bat ich den „Theker“ den Fernseher einzuschalten. Irgendwann kamen die ersten Bürger der DDR.

Als die Grenze dann in der Nähe von Braunschweig zwischen Winnigstedt und dem Ort Hessen öffnete lief ich mit Freunden über die Grenze. In Hessen sammelten sich alle in der Gaststätte „Zur Weinstube“. Der Wirt hatte zwei Kassen, je eine für DM und Mark der DDR.

Lange vor der Grenzöffnung hatte mein damalige Abteilung „Jugendförderung“ (Jugendamt Braunschweig) einen Betriebsausflug im kleinen Grenzverkehr (Magdeburg-Wernigerode). Auf der Fahrt wurde im Radio verkündet, dass die Grenze ab 01.01.1990 auch für BRD-Bürger geöffnet wird.

Das nutzten Freund und ich zu einer Fahrt nach Stendal mit dem Auto. Dort aßen wir – nachdem wir platziert wurden – ein Toast Hawaii a la DDR (was es statt Ananas drauf war weiss ich nicht mehr)

Mit dem Rad überquerte ich die Grenze in einer Tagesfahrt. Wohin weiss nicht wie der Ort hieß. Ich trank im Bahnhofsrestaurant mit DDR-Bürgern ein Bier. Die meinten, wenn alles so wären wie ich, würden sie nicht dafür sein, die Mauer wieder zu errichten.

Ein weitere Fahrt in die DDR führte mich nach Stendal und Tangermünde. In Tangermünde wurde mir mein Rad gestohlen. Das bisher einzige Mal auf meine Radtouren.

Noch zu DDR-Zeiten aber nach der DM-Einführung machte ich eine Radtour Elbe-Berlin.