Burgfreiheit / Dom

Erste Veröffentlichung 14.07.2017. Ergänzt 15.07.2017, 18.07.2017, 20.07.2017,

Zur besseren Übersicht Braunschweig-Karte um 1400 BS-Urkundenbuch 1903.jpg

Die Burgfreiheit ist neben den 5 Weichbildern und der Aegidienfreiheit  sowie dem außerhalb der Stadtgrenze liegenden Bezirk des Cyriakusstifts. (die Links führen zu Artikeln auf Wikipedia)

Über die Burgfreiheit insbesondere während der Zeit der Verlegung der Residenz des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel von 1432 bis 1671 finde ich zurzeit nur wenig.

Da ich zurzeit einen Roman über die Schicht Ludeken Hollands schreibe, würde ich gern wissen, ob es während dieser Zeit irgendwelche Schutzmaßnahmen o. ä. gegeben hat und wie und ob die Burgfreiheit seinerzeit bewohnt war.

Wahrscheinlich muss ich in Büchern suchen.

Aber vielleicht weiß ja jemand in einer Facebook-Gruppe mehr.

Oder die Heimatpfleger.

Ergänzung 15.07.2014

Auf manches muss man mit der Nase auf etwas gestoßen werden.

Elmar Arnhold – Heimatpfleger der Innenstadt – hat mich auf die Stiftsherrenhäuser hingewiesen, die ab den Mitte um das Jahr 1500 gebaut wurden. Vielen Dank für diese Information. (Übrigens findet der geneigte Leser die Heimatpfleger der Stadt Braunschweig hier.)

Bei weiteren Recherchen habe ich dann erfahren, das ab Mitte des 15 Jahrhunderts Wohnungen für Stiftsherren gebaut wurden.

Stiftsherren sind, wie ich ermittelt habe keine Mönche. Näheres unter  Kanoniker auf Wikipedia.

Bei der Erwähnung der Stiftsherren fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Der Braunschweiger Dom war während der Zeit der Schicht selbstverständlich geöffnet. U. a. waren die Stiftsherren dort tätig.

Darum heißt diese Artikel nun auch Burgfreiheit / Dom statt nur Burgfreiheit.

Zu erwähnen ist auch, dass der Dom von den Bewohnern des Weichbildes Sack besucht wurde.

Auch ich habe während meiner Konfirmandenzeit dort den Gottesdienst besucht (bzw. besuchen müssen). Die St. Andreaskirche wurde erst kurz vor meiner Konfirmation wiedereröffnet.

Über die Bewohner / Bewacher der Burg weiß ich leider immer noch recht wenig.

Außerdem ist eine weitere Frage aufgetaucht. Woher kommt der Name Kleine Burg. Meine Bücher zu dem Thema sind leider in Kisten auf dem Dachboden.

Aber ich suche weiter, auch nach Hilfe.

18.07.2017

Leider habe ich noch nicht viel gefunden.

Aber die Story muss weiter gehen. Das ganze ist mysteriös. Aber das lässt sich in eine SYMFORTD-Geschichte ja auch verwerten. Demnächst auf

An der Burgfreiheit vorbei

20.07.2017

Brunswyk, der die „Gruppe“ Braunschweiger Wikipedianer und die Braunschweigseiten auf Wikipedia koordiniert, hat auf eine Anfrage von mir reagiert und einige Lücken gestopft.

Über die „Kleine Burg“, gibt es im Buch von Heinrich Meier: Die Straßennamen der Stadt Braunschweig. Wolfenbüttel, Zwissler 1904, S. 33. einen kleinen Beitrag (LINK).

Das Buch Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. Elm-Verlag, Cremlingen 1995, ISBN 3-927060-11-9, S. 184–185, habe ich leider nicht.

Ich habe einige Bücher.

  • Aber Monika Zeidlers Buch „Mauernstraße, Klint und Werder…! Markt- und Straßennamen in Braunschweig“– © 1981 Verlag der Buchhandlung Karl Pfankuch, Braunschweig – liegt bei in einem Karton mit anderen Büchern in der Dachkammer. Ich werde mal versuchen es zu finden.
  • Das Braunschweiger Stadtlexikon von 1992, dass ich irgendeinen Anlass von meinem ehemaligen Arbeitnehmer Stadt Braunschweig bekommen habe, bringt mich auch nicht besonders weiter.

Auf den Karten – die mir von Brunswyk übermittel wurden – von ca. 1755 und 1798 heißt die Straße Kleine Burg „In der kleinen Burg“.

Auf Gazette-BS versuche ich mich an Fakten zu halten, auf SYMFORTD kann ich meiner Fantasie freien Lauf gestatten.

 

22.07.14

Ruhfäutchenplatz

Die Karte von 1755 ist nicht genordet. Das hat mich bei Schreiben am Ende des Kapitels „An der Burgfreiheit“ vorbei zunächst irritiert. Ich hatte schon Südufer des Oker geschrieben. Selbstverständlich ist es das Ostufer, was ich auch geschrieben habe. Ich habe in Ludeken Hollands Schicht meistens die Straßennamen von heute verwendet. Es ist zwar verführerisch, die Straßennamen ältere Karten zu verwenden. Es ist aber fraglich, ob es dann die Straßennamen Ende des 15 Jahrhunderts waren. In dem Plan von 1755 heißt der Ruhfäutchenplatz übrigens „der Rufeidigen Platz“. Die Casparistraße gab es damals noch nicht. Der Rufeidigen Platz ging wie heute bis zum Hagenscharrn. Anscheinend konnte man von dort den Hagenmarkt nur über eine hölzerne Brücke (1400 de lange Steg, später Hagenscharrnbrücke, Vgl. Heinrich Meier: Die Straßennamen der Stadt Braunschweig, Seite 47f).

Ich werde Strolch den Weg gehen lassen.

Auf der Karte muss man übrigens ein wenig klicken und schieben, um alles gut zu sehen.

Hinsichtlich der Namen der Okerarme innerhalb der Stadt folge ich Wikipedia Geschichte der Oker in Braunschweig sowie einer Karte in diesem Artikel.

Der Ruhfäutchenplatz spielt in Symfortd eine gewichtige Rolle, insbesondere wegen der Ruhfaut. Folge den Links auf der Suchseite.

09.11.17 (Kleine Burg)

Eine Frage in der Face-Book-Gruppe „Braunschweig – im Wandel der Zeit“ nach der „Kleinen Burg“ hat Gruppen-Mitglied Halu Sämann zu einer These inspiriert:

>Ich wage mal eine These zum Namen Kleine Burg:
Auf dem Stadtplan von 1829 weisen die anliegenden Häuser keine Assekuranznummern auf sondern tragen eine mit einem „B“ vorangestelte Nummer, genau wie die Gebäude auf dem Burgplatz. Damit gehörten sie wahrscheinlich wohl auch zum welfischen Besitz. Ehemals außerhalb der Burgmauern gelegen bekamen sie wohl zunächst durch den Volksmund den Namen Kleine Burg verpasst.
Das die Häuser keine Assekuranznummer bekamen, also nicht brandversichert waren, entspricht auch heute noch dem Gebahren, dass öffentliche Gebäude (damals herzogliche) aufgrund des Umfangs des Immobilienbesitzes nicht zwangsversichert sein müssen.<

(Hier ein Link zum Zitat bzw. Gruppe, für alle die darauf zugreifen könne)

Das hat dort eine Diskussion ausgelöst.

Da die „Kleine Burg“ 1829 im Herzoglichen Besitz waren ist wahrscheinlich, da sie ja im Mittelalter zur Burgfreiheit gehörten.

Dass die Häuser von der Versicherungspflicht in der „Landes-Brandversicherungsanstalt“ für herzogliche (später niedersächsische Landes-) Gebäude ausgenommen waren, wurde ja (wie Halu Sämann in der weiteren Diskussion richtig anmerkt) beim Brand der Tiefgarage in den Schloßarkaden deutlich. Hier war auch keine Versicherung notwendig. Zum Leidwesen der Geschädigten. Die Schloßarkaden stehen auch auf Landesbesitz. Aber das führt hier zu weit. Vielleicht später mal mehr zum Thema Schloss / Grauer Hof.

Die Beschäftigung mit dem Namen „Kleine Burg“ hat mich auf eine Idee gebracht. Wenn es wirklich kein Gebäude Kleine Burg (außer der Schule) gegeben hat, warum nicht eine fiktive im SYMFORTD-Zyklus.

Ich habe dazu schon einige Ideen entwickelt, andere habe ich letzte Nacht geträumt.

Die muss ich noch verfeinern, später!

Zunächst gibt es die Kleine Burg als fiktiven Ort auf Symfortd.de