Gesperrter Tag

Nachdem ich heute morgen zulange fürs Internet brauchte arbeite beim Mittag vor.
Zunächst war einiges gesperrt. Meine Paris Visite zum Beispiel.

Immer wieder behauptet der Automat, meine Karte sei gesperrt. Zunächst half  mir am Gobelin ein freundlicher Herr elektronischer Dauerkarte.

Am Chatelet stieg aus, und ging zur Information. Die freundliche Dame schaltete mich frei. Trotz der Behauptung meine Karte gelte nicht, kann ich passieren. Bis zum nächsten Mal.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kommt Plan B zum Einsatz. La Villette wird auf spätere Paris-Besuche verschoben, man sollte einen Tag einplanen, sagt mein in Paris erworbener Michelin. (Mein Müller ist entweder zu Hause oder im Zug geblieben.)

Also schnell zum Park Les Buttes-Chaumont.
Hausmann ließ ihn nach Genehmigung durch Napoleon errichten. Der Kreideabbau Philipp des Schönen (damit die Häuser von Paris gegen Kälte und Feuer geschützt werden konnten) führte zu tektonischen Verwerfungen.

Pustekuchen schnell: Aus Sicherheitsgründen war die Metro-Station Louis Blanc gesperrt.
Bis ich das verstanden übersetzt hatte, war ich an der alternativen Wechselstation Stalingrad vorbei. Also in Riquet zurück, von Stalingrad Jeutes (?).  Dort kam wiederholt die Ansage wegen der Sperrung, so dass ich sie nun gaanz verstand. Die nächste Metro ließ (wohl auch wegen der Sperrung auf sich warten.

Ein Versuch der endgültigen Aufhebung der Kartensperre führte zu einem Wutausbruch der Metro-Angestellten. Meine persönliche Wut hatte sich gelegt. So regte mich die Sperrung der Hängebrücke

ebenso wenig auf, wie die vergebliche Suche nach dem Boulodrome.

Der Wasserfall war der Weg allermal Wert

Gesperrt ist allerdings auch die Eisenbahnlinie, die hier mal durch den Park fuhr.

Nicht mehr gesperrt (seit meinem Besuch auf dem Tour Montparnasse) ist meine Navi-Mouse. So fand ich zu dem im Michelin  genannten Restaurant. Le Fleuve Rouge.
Michelin lügt nicht, gut bürgerliche Küche auf franz. Art. Pate Chamagne, Bɶuf Bourgignon ( beides  mit reichlich Beilagen u.a. Couscous.) sowie eine Schokoladentorte. (forêt noir). Diät ist dann wieder später.)  22, 50 € mit Pastis, Kaffee und Beaujolais nouveau.
Den Weg zur Metro weist der Wirt und ein freundlicher Passant. Erst an der Station Pyrénées meldet sich auch meine Navi-Mouse.
Dort stellt sich raus, dass wer rechnen kann klar im Vorteil ist. Sechs Übernachtungen mit Anfahrt über Nacht macht 7 und 5 Tage. Mit freundlicher Unterstützung des Metro-Personals bin ich also 2x schwarzgefahren.
So lerne ich mit ebenso freundlicher Unterstützung des aufklärenden und der Mathematik mächtigen Metromannes auch den die Bedienung des Fahrkartenautomaten kennen.
Alles will gelernt sein.
Bei Chârtelet – Les Halles wechsele ich dann unterirdisch die Züge über die viele Laufbänder (flache Rolltreppen), statt obererdig die Seine-Seiten mittels Brücken. Der Wirt meinte zwar, dass sei kompliziert und die Weg über die Brücken viel schöner. Aber ich kenne mich doch in der Metro aus (zumindest diesmal).
So komme ich dann doch noch zu einer (wenig berauschenden) Partie Pétanque im Jardin du Luxembourg.

Trotz Sperrung einige Tore wegen einer Demo.

Nun bricht der letzt Abend in Paris an. Und es sind neue Entscheidungen zu treffen.
Morgen Mittag geht’s dann heim.
Aber wiederkommen muss ich!

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