Die Möwen

Etwa 345 km ( es können aber auch 453 oder 534 km sein, so genau weiß das kein Autor), von hier liegt ein Strand, der jetzt zu dieser Jahreszeit, da Schnee und Eis auch jenen Strand überziehen, nur von Möwen bevölkert ist.

Heute aber gewahrten jene Vögel Schuhabdrücke, so angeordnet, das daraus zu schließen war: Eine Person (Nach Art der Abdrücke ein Mann) ging von Norden nach Süd-Süd-West. Nicht allein um diese Vermutungen zu überprüfen, sondern auch um das Geheimnis kleiner runder Löcher zu lüften, die im regelmäßigen Abstand neben die Fußspuren im Schnee zu sehen waren, folgten die Möven den Spuren.

Sie gewahrten auch bald, die für die Fußspuren verantwortlichen braunen Schuhe, die von grauen Hosenbeinen überlappt wurden. Die Hosenbeine wiederum ragte aus einem schwarzen Mantel heraus, der an den Seiten aus den Ärmeln, braunbehandschuhte Hände herausließ, von den einer einen schwarzen Stilschirm hielt, der für die kleinen runden Löcher verantwortlich war.

Oberhalb des aufgeschlagenen Mantels und unterhalb einer braunen Baskenmütze, hielt eine rotgefrorene leicht aufstrebende Nase im Verein mit ebenfalls roten stark abstehenden Ohren eine randlose Brille, die blauen Augen das sehen erleichterten.

Das Interessantes, so die Möwen, sei jedoch der Mund gewesen, dessen sich leicht öffnenden Lippen, den Möwen unbekannte Laut ausstießen.

Da den Weißgefiederten Schimpfworte nicht geläufig sein sollten, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um solche gehandelt haben muss.

Die Möwen hätte sich wieder abgewandt, wäre nicht der Braunbegrenzte plötzlich stehen geblieben wäre, hätte geschwiegen und in eine bestimmte Richtung geblickt.

Nach kurzem zögern, hätte er sich in diese Richtung in Bewegung gesetzt. Das Ziel sei, so die Möwen, ein brauner Punkt gewesen, der sich beim näher fliegen, als eine allein stehende, dennoch leicht geöffnete Tür entpuppte.

An der Tür sei ein weißes Schild mit rote Aufschrift, die die Möwen etwa so beschrieben: “BITTE SCHLIESSEN!”, befestigt gewesen.

Die Rote des Gesichts des Mannes hat sich nach Angaben der Möwen daraufhin stark verdunkelt, der Schirm wechselte von der rechten in die linke Hand, so dass die freie Hand die Klinke fassen und die Tür zuziehen konnte

Daraufhin sei der Mann, Pfeiftöne aus seinen Lippen hervorbringend, weiter gegangen.

Später, so berichteten die Möwen, hätten sie noch einige junge Männer gesehen, die Holz zu einem Lagerfeuer aufschichteten. Einige hätten von einem Brett, ein Taschenmesser als Schraubenzieher benutzend, ein weißes blechernes Schild mit roten Schriftzeichen abmontiert.

Die Frage ist, ob man Vögeln, die sich am Meer langweilen, alles glauben soll.

Gibt  es auch als Gedicht:  „Die Tür

Copyright by Lutz-Rüdiger Busse