Madamenweg

Im Madamenweg 120 verbrachte ich 1949 (1950?) meine ersten Lebenstage mit meinen Eltern in einem Zimmer meiner  Großeltern. Auf dem Bild rechts oben sind die Fenster der Wohnung zu sehen.

Hier beobachtete mein Großvater die Kreuzung und schimpfte wenn die Läden nicht rechtzeitig zu machten.

Und besuchte auch später meine Großeltern noch.

Der Tischler hatte damals auch schon sein Geschäft dort. Allerdings nur auf dem Hof.

Im Laden war der Lebensmittelladen Mewes.

Vorn an der Ecke Kleine Kreuzstraße war im Nachbarhaus (Madamenweg 121) ein Schuhgeschäft bzw. Schuhmachermeister Tewes. Mein Vater erzählte, dass mein Opa bei Bombenalarm nie in den Keller wollte. Als er sich von der Oma dann doch in den Keller bugsieren ließ, horchte der die ganze Zeit an der Wand. Als in Nummer 121 eine Bombe einschlug, hätte das meinen Opa zu Schwerhörigkeit verholfen. Mein Opa erklärte, dass er im Bett unbehelligt geblieben wären.

 

 

 

An der Ecke zur Weinbergstraße war (vorn im Bild Madamenweg 46) ein Fleischermeister. Leider ist der Name in Stadtbibliothek aus dem Adressbuch schlecht kopiert. Vorname ist Fritz, der Nachname wahrscheinlich Bewig. Dort konnte man heiße Brühe in der Milchkanne kaufen. Der Schlachter macht oft abends nicht rechtzeitig zu. Was meinen Großvater zum Schimpfen verführte.

Hinter der Weinbergstraße war im Haus Madamenweg 45 ein Bäckermeister Wilhelm Meyer.

 

 

 

 

In derWeinbergstraße war eine große freie Rasenfläche, wo wir als Kinder gern spielten. Das Foto habe ich mit Gegenlicht aufgenommen. Sorry

 

 

 

 

 

 

Ecke Kleine Kreuzstraße war meine ich noch ein Laden, es könnte die Händlerin Dierick gewesen sein. Ich habe das schlecht kopiert.

In der Kleinen Kreuzstraße war ein Milchladen.

Meine Oma hatte verschieden Putzstellen. Eine war bei Käse-Klemmer die eine Villa hatte. Diese musste der Tangente weichen. Familie Klemmer war nicht begeistert. Da der Käse dort gut zu lagern war.

 

 

 

 

Als ich später meine Großeltern besuchte fuhr ich mit der Linie 4 bis zum Bahnübergang (heute Ringgleis).

Madamenweg, Endstation der Linie 4, Foto 1954

An dieser Endhaltestelle wartete der Anhänger der letzten Fahrt. Er wurde vorn an den Triebwagen angekoppelt und nach vorn über eine Weiche geschoben. Der hintere Anhänger wurde abgekoppelt und blieb stehen. Der Triebwagen fuhr dann mit dem angekoppelten Anhänger über die Weiche. Mit der Kurbel in der Hand wechselte der Fahrer auf die stadteinwärts zeigende Spitze des Triebwagens und fuhr nun in Richtung Stadt. Danke Herrn Dieter Heitefuß habe ich nun ein Foto von dieser Bahn vor dem Bahnübergang.

 

 

In der Kreuzstraße ist ein kleines Fachwerkhaus. Dort war in den 1950ern / 1960ern ein Tabak und Schreibwarengeschäft. Mein Großvater bekam dort Priem, ich Fix-und-Foxy-Hefte. Micky Maus verbot mir mein Vater. Ich kann nur ahnen warum.

Als ich später in der Kreuzstraße 14  wohnte, konnte ich das Haus von oben sehen.

 

 

 

 

 

 

Madamenweg Ecke Altstadtring war auch ein Bäcker

 

 

 

 

 

 

 

 

und daneben ein Lebensmittelhändler. Oma hat dort glaube ich auch geputzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Goslarsche Straßer gab es auch einen Bäcker, ich glaube er hieß damals schon Melchau. Daneben war eine Leihbücherei. Da wurden u.a. Romane von Rex Stout, Glenn Stenley, A. A. Fair (Erle Stanley Gardner)  und Conny Cöll ausgeliehen.

Im übrigen habe ich damals bei meinen Großeltern Rex Stout gelesen. Und die Wohnung meiner Großeltern wurde zum Haus mit Büro meiner Großeltern. Alles war seitenverkehrt.

Als ich einmal als Kind vor dem Bäcker im Sand malte sprang mich von hinten ein Hund an. Die Erwachsenen meinten er wolle sicher nur spielen. Aber seitdem habe ich einen großen Respekt vor Hunden.