Doch noch vom Stuhl gerissen in Brunsviga

The Beatles At The Movies:

Der Hinweis von Matthias Trunk auf facebook hat mich neugierig aber auch unentschlossen gemacht. Als Matze dann von einer evtl. Kartenknappheit postete, bin ich am Freitag noch schnell in die Stadt gefahren habe eine Karte erstanden.

Leider ist mir ein Bus vor der Nase weggefahren, so dass die Sitzplätze schon besetzt waren. Ich erwischte dann aber noch einen zusätzlich hereingetragenen Stuhl. Leider stellten sich zwei große jungen Männer direkt vor mich, so dass ich weder im sitzen noch im stehen richtig sehen konnte.help us 1

Als Mike Störmer den Abend mit „A Hard Day’s Night“ begann, war ich nicht sicher, ob ich bis zum Ende bleiben sollte. Ich lasse mich jeden morgen mit „A Hard Day’s Night“ wecken. Das besondere an den Beatles war und ist für mich der „Chorgesang“ von John Lennon und Paul McCartney. Strömers Stimme war nun völlig anders, irgendwie hart.help us 3

Ich sagte mir aber, dass sind nicht die Beatles, mal hör’n wie es weitergeht. Zu hören war dann, dass die acht auf der Bühne den Chorgesang doch konnten. Nach und nach gefielen mich dann auch die „eigenwilligen Neuinterpretationen“ (aus der Ankündigung auf facebook).

Immer öfter riss mich die Band vom Stuhl und verführte mich zu rhythmischen Bewegungen. Mir sei verziehen, dass ich mir hin und wieder Auszeiten auf dem Stuhl nahm. Vor etwa 50 Jahren habe ich als Teenager gefallen an den Beatles gefunden, nun bin ich nicht mehr ganz fit, Knie und Beine taten hin und wieder weh.

help us 2Ich blieb dann doch noch für die 2. Hälfte und „Help“.

Nicht so ganz begeistert war ich, dass wir erfolgreich aufgefordert wurden „You’ve Got to Hide Your Love Away“ laut mitzusingen. Das Lied ist für mich sanft, eine Erinnerung an einen Tanz mit einem „Girl“

Als Fritz Köster dann „Yesterday“ nur mit seiner Gitarre begleitet sang, war er ganz nah an Paul McCartney.

Die letzte der drei Zusagen war „I’m down“, ich und anscheinend alle anderen, die den Saal verließen war keineswegs down. Ich werde, wenn es sich einrichten lässt, nächstes Jahr wiederkommen.

Ein kleines Nachspiel an der Straßenbahnhaltestelle. Einige Jugendliche auf der gegenüberliegenden Seite spielten laut auf dem Ghetto-Blaster ihre Musik.

Eine Dame, die auch im Konzert war, mokierte sich ein wenig über die Musik. Ich meinte dann, dass wir damals mit unserer Musik auch bei den Älteren und unseren Eltern angeeckt seien. Wie sich rausstellte war sie mit Jahrgang 1950 nur unwesentlich jünger als ich (1949)

Wie sich weiter herausstellte, haben wir mit den „Big Apple“ (Kohlmarkt), „Scotch Club“ (Südstraße) und „Balkan Keller“ (Breite Straße) seinerzeit dieselben Diskos besucht.

PS: Die Bilder sind nicht ganz so toll, sorry

 

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