Busfahren in BS

Vorab ich fahre gern mit den Öffis.

Aber in letzter Zeit habe ich ein Problem mit den Bussen, besser gesagt mit den Busfahrern.

Dar letzte Vorfall ist eine Woche alt. Meine erste Reaktion war, den Vorfall beim Betreiber dieser Buslinien zu melden, aber ich habe das – nachdem der großer Ärger verrauscht war – gelassen.

Ich habe nicht vor einen bestimmten Busfahrer zu dissen, wie es heute so schön heißt.

Ich weiß auch, dass die Busfahrer aufgrund eng gestalteter Fahrpläne sehr unter Zeitstress stehen. Und manchmal sind die Fahrgäste sehr unhöflich, um es freundlich auszudrücken. Ich schließe mich da ein, besonders wenn ich mich da ärgere.

Von den Busfahrern Deeskalation–Strategien zu erwarten, wäre wohl vermessen.

Der aktuelle Vorfall passierte in den letzten 14 Tagen.

Ich fuhr mit dem Bus stadteinwärts und wollte am Altstadtmarkt aussteigen. Ich saß ganz nahe am Ausgang, drückte rechtzeitig den Knopf, erhob mich als der Bus hielt und begab mich zur Tür. Als ich in der Tür stand, ertönte das Warnsignal und die Tür wollte sich schließen. Meiner Meinung nach war sie gerade geöffnet wurden. Ich rief etwas. Der Ton war sicher nicht freundlich, aber in der Hektik wollte ich vermeiden, dass der Bus losfuhr.

Ich konnte aussteigen. Beim Vorbeigehen an der Busfahrertür stand diese offen, und der Busfahrer rief, ich hätte schneller sein müssen. Ich entgegnete, wenn der Busfahrer fahrgastfreundlicher fahre, wäre ich schneller bei der Tür gewesen. Der Busfahrer verstand meine Kritik nicht.

Daher an dieser Stelle etwas deutlicher:

Es gibt Busfahrer, bei denen ich den Eindruck habe, sie fühlten sich als Rennfahrer und fahren ohne Rücksicht auf die Fahrgäste. Sie beschleunigen und bremsen für mich manchmal nicht nachvollziehbar.

  • Sie fahren mit hohem Tempo auf rote Ampeln zu, obwohl absehbar ist, dass es noch lange Zeit kein grün gibt oder es bei gelb absehbar ist, das lange rot ist, wenn der Bus ankommt. Ein besonderes Erlebnis war, als vor dem Bus in dem ich saß, ein Auto (wie ich wahrnahm vorschriftsmäßig hielt), der Busfahrer hupte und auf die linke Fahrspur wechselte und bei rot die Ampel passierte. Gut das auf der linken Fahrbahn fuhr.
  • Muss ein Bus (an Ampeln z. B.) links abbiegen und wartet auf darauf das der Gegenverkehr nicht mehr stört, geben viele Busfahrer abwechselnd Gas und treten auf die Bremsen, obwohl noch viele Autos entgegenkommen.
  • An Haltestellen wird häufig mit einem Kavalierstart gestartet.

Hinzu kommt, dass in einigen Bussen, die Möglichkeiten sich festzuhalten reduziert wurden. Auch die Halteknöpfe sind teilweise derart reduziert, das auf der einen Seite der Busse aus dem Sitz keine im Sitzen erreichbar sind.

Ich selber gehe langsam auf die 70 zu und meine Knie schmerzen manchmal. Ich versuche deshalb bei der Abfahrt schnell einen Platz möglichst nahe der Ausgangstür zu bekommen.

Ich habe oft erlebt, dass ältere und / oder gebrechlichere Mitbürger noch mehr Problem haben und manchmal nicht ohne die Hilfe anderer Fahrgäste sturzfrei einen Platz erreichen.

Und es gibt, wie ich bei Gesprächen mit anderen Fahrgästen erfahre viele, die sich darüber aufregen.

Wahrscheinlich ist den Fahrern gar nicht klar, dass ihre Fahrweise die Fahrgäste gefährdet.

Dass die Fahrpläne nicht mehr so gestaltet werden, dass Busfahrer stressfrei ihre Arbeit tun, ist nicht zu erwarten. Der Druck, der meiner Meinung durch die Privatisierung öffentlicher Betriebe ausgelöst wurde, ist sicher nicht mehr zurückzunehmen.

Aber eventuell lässt sich durch geeignete Maßnahmen den Busfahrern beibringen, dass kundenfreundliches Fahren möglich ist. Und das durch die oben beschriebenen „Missstände“ wenn überhaupt Sekunden gewonnen werden.

Evtl. lässt sich auch beim Kauf der Busse mehr auf die Bedürfnisse der Fahrgäste Rücksicht nehmen.

Weil ich schon dabei bin.

  1. Die Anzeigen über die Haltestellen und den Hinweis „Bus hält“ sind sehr unterschiedlich. Manche sind ausgeschaltet oder funktionieren nicht. Ich hoffe sie werden nicht ausgeschaltet. Dankbar wäre ich wenn der Hinweis „Bus hält“ immer funktionieren würde. Ich habe schon öfter gedrückt, und der Hinweis tauchte nicht auf. Der Bus fuhr dann manchmal weiter. Ich hätte nicht gedrückt, sagte der Fahrer. Manchmal muss man den Knopf anscheinend mehrfach drücken.
  2. Bei Kopfsteinpflaster und schlechten Fahrbahnbelag, wird man gut durchgerüttelt. Ob das an den schlechter oder kaputter Federung liegt weiß ich nicht. Ob Abhilfe möglich ist auch nicht. Ob die Federung durch rasante Fahrweise auf diesen Strecken, auch nicht

Ich poste den Blog auf Facebook und dort auch in BS-Gruppen.

Und ich versuche den Block den Busbetreibern per E-Mail zur Kenntnis zu geben.

Ach ja, die Braunschweiger Zeitung erhält auch einen Link, hätte ich beinahe vergessen.